Was ist ein OEB? - Olde Bulls - Leavitt Bulldog Zucht - David Leavitt's Olde English Bulldogge

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Was ist ein OEB?

Spannende Frage: Was ist ein OEB?

Zunächst mal: OEB ist natürlich eine Abkürzung und steht für Olde English Bulldogge.

Was ist also nun eine Olde English Bulldogge?

Ganz kurz formuliert könnte man sagen, das die Olde English Bulldogge die ursprüngliche Bulldogge ist. Denn bei der  Olde English Bulldogge handelt es sich um die Rückbesinnung auf die Vergangenheit. Eine Rückzüchtung zu dem, was mal eine Bulldogge gewesen ist.
Sozusagen back to the roots – zurück zu den Wurzeln.

Wenn man sich heute anschaut was aus der einst stolzen Bulldogge geworden ist, dann kann man sich eigentlich nur mit Tränen in den Augen umdrehen. Mit dem ursprünglichen, kraftstrotzenden Hochleistungssportler vergangener Jahre haben moderne English Bulldogs nur noch wenig gemeinsam. Es mag Ausnahmen geben -wir selbst kennen mit Eddi eine wirklich bewegliche, agile Englische Bulldogge- aber diese scheinen rar gesät zu sein.

Seitens der verantwortlichen Zuchtverbände wurde über Jahrzehnte die Gesundheit der Rasse English Bulldog vollständig ignoriert und in die falsche Richtung getrieben. Verfehlte Zuchtauslese führte zu einer Überbetonung der Extreme. Gigantische Köpfe, massige Oberkörper und teils viel zu kurze Beine und verkrüppelte Ruten... neben Einschränkungen der Beweglichkeit und Ausdauer führte dies auch zu teils schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen.

Moderne English Bulldogs können häufig nicht frei und selbstständig decken oder ohne Kaiserschnitt gebären. Ebenfalls recht häufig leiden Bulldogs an Augenproblemen wie Ektropium, Entropium oder Nickhautvorfällen. Und nicht zuletzt sind English Bulldogs überdurchschnittlich oft von schwerer HD und/oder ED betroffen.
Mit dieser Auflistung der Probleme der modernen English Bulldogge könnten wir noch eine ganze Weile fortfahren – sparen wir uns das an dieser Stelle. Die Probleme sind seit vielen Jahrzehnten bekannt und werden von den großen ach so etablierten Zuchtverbänden ignoriert. Erst seit der jüngeren Vergangenheit setzt langsam, sehr langsam auch in den Zuchtverbänden ein Umdenken ein.

Jeder muß für sich selbst entscheiden, wie er dazu steht. Wir finden, das es eine Schande ist das großartige Wesen und das Herz einer Bulldogge in einen derart eingeschränkten Körper zu zwängen. Nicht ohne Grund wird der English Bulldog sehr häufig genannt, wenn es um das Thema Qualzucht im Sinne des Tierschutzgesetzes geht.

Doch kehren wir zurück zum Thema – was ist eine Olde English Bulldogge?

Bereits Anfang der 1970er Jahre waren die beschriebenen Probleme der English Bulldogs bekannt. Und angesichts all dieser Probleme begann Mr. David Leavitt aus den USA im Jahre 1971 mit der Rückzüchtung zu dem, was mal eine Bulldogge war. Die Geschichte und Entstehung der von David Leavitt begründeten Rasse könnt Ihr hier nachlesen. Belegbar ist auf jeden Fall, das David Leavitt ursprünglich die Bezeichnung Olde English Bulldogge als Namen für die von ihm begründete Rasse wählte. Die Idee von David Leavitt fand jedoch schnell Nachahmer, wie immer werden Erfolge kopiert. Weltweit gibt es heute hinsichtlich der Verwendung des Begriffs OEB (Olde English Bulldogge) Uneinigkeiten, mehr dazu könnt Ihr auf der Seite
Verwirrung um die OEB nachlesen. Die von David Leavitt begründete Rasse wird von ihm selbst -und auch von uns- heute als Leavitt Bulldogge bezeichnet.

Unter dem Namen Olde English Bulldogge werden heute sämtliche existenten alternativen Bulldogtypen zusammengefasst. Die Bezeichnung Olde English Bulldogge ist daher eher ein Sammelbegriff.

Innerhalb der Olde English Bulldogges gibt es mehrere gefestigte Linien bzw. eigenständige Rassen. Die wichtigsten auch in Europa präsenten sind sicherlich Leavitt Bulldogge, Renascence Bulldogge, Old Victorian Bulldogge und Hermes Bulldogge. Für diese eigenständigen Rassen gibt es feste, klar definierte Rassestandards, den Standard der Leavitt Bulldogs könnt Ihr hier nachlesen. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl alternativer Bulldoggen, die sich landläufig unter dem Sammelbegriff Olde English Bulldogge -kurz OEB-  verbergen.

Bedingt durch die reine Menge unterschiedlichster alternativer Bulldogschläge ist eine Rasse OEB bis heute von der FCI nicht anerkannt. Unserer Ansicht nach wird es eine solche Anerkennung auch nie geben. Das hat eben auch damit zu tun, das es innerhalb der OEB unterschiedliche eigenständige Rassen gibt, die miteinander nur schwer vergleichbar sind. Eines ist jedoch sowohl den eigenständigen Rassen als auch den alternativen Bulldoggen gemeinsam: Alle sind dafür gezüchtet  worden, der Bulldogge Ausdauer, Beweglichkeit und eine gesündere Anatomie zurückzugeben.

Natürlich sind nicht alle OEB's gesund und schon gleich gar nicht perfekt - keine Frage. Die üblichen Seuchen wie HD und/oder ED sind längst nicht ausgemerzt. Dazu gehört ein langer Weg konsequenter Zuchtauslese, leider wird hier seitens der "renommierten" Zuchtverbände viel zu wenig getan. Und leider gibt es -auch aber eben nicht nur- bei den OEB-Züchtern Vertreter, denen dies scheinbar völlig egal ist. Dieses Problem scheint uns jedoch Rasseunabhängig zu sein, das hat wohl eher etwas mit Geld zu tun.

Aber eines steht ganz sicher fest: Viele der gesundheitlichen Probleme der heutigen English Bulldogs sind bei den OEB inzwischen weitestgehend verschwunden. Das typische, liebenswerte Wesen der Bulldoggen ist dabei jedoch vollumfänglich erhalten geblieben - mit allen Eigenheiten.

Kurz: Olde English Bulldogges sind Bulldoggen, wie sie früher einmal waren.



Hier gehts weiter ->  Geschichte der Leavitt Bulldogs

 
 
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